Spass beim Räbenschnitzen
Spass beim Räbenschnitzen
Kunstwerke im Umzug
Kunstwerke im Umzug

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Räbeliechtli, wo chunsch här?

Am 3. November 2018 ist es wieder soweit und alle Walliseller-Kinder werden singend «Räbeliechtli, wo gasch hi?» mit ihren zu Laternen geschnitzten und beleuchteten Räben am traditionellen Räbeliechtli-Umzug mitlaufen. Doch müsste die Frage nicht eher lauten: «Räbeliechtli, wo chunsch här?» Denn woher stammt dieser Winterbrauch? Und wie alt ist er?

 

Das Schnitzen von «Räbeliechtli» ist eine uralte Tradition, welche auf die Kelten in unserem Land zurückgeht. Im Mittelalter waren die Räben ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Schon zu vorchristlichen Zeiten wurde im Spätherbst – wenn die Nächte länger und die Tage kälter werden – mit Lichtern und Gebäck den Geistern für die gelungene Ernte gedankt. Um die Ernte der letzten Räben zu feiern, wurden aus ihnen Laternen geschnitzt, die die Kinder durchs Dorf trugen. Gleichzeitig wurden sie damit aber auch für die kommenden kalten und dunklen Wochen gnädig gestimmt. Obwohl die ursprüngliche Bedeutung des Brauches durch die Christianisierung im frühen Mittelalter verloren gegangen ist, so ist der Brauch in verschiedenen Formen bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. So geht Halloween in den angelsächsischen Ländern genauso auf diesen Ursprung zurück wie die im alemannischen Sprachraum erhalten gebliebenen Räbeliechtli-Umzüge. Aufgrund seiner heidnischen Wurzeln schliesst der Brauch dabei niemanden aus, sondern ist zu einem konfessionsübergreifendem Fest geworden, das sich durch kreatives Werken und stimmungsvolles Miteinander gleichsam an Eltern und Kinder richtet. Heute haben die Räben ihre Bedeutung als Grundnahrungsmittel verloren, sie werden fast nur noch für die Laternen angebaut.

 

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